Historie - Wander- & Lennebergverein "Rheingold" Mainz e.V.

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Der Verein


Der Wander- & Lennebergverein "Rheingold" Mainz e.V. ist einer der ältesten Vereine im Stadtgebiet Mainz und im Deutschen Wanderverband.

In fast 140 Jahren Vereinsgeschichte hat sich der Vereinszweck kaum verändert.

Der Verein ist heute wie damals bemüht, den weit ausgedehnten, stadtnahen Lennebergwald zu schützen und zu pflegen und ihn für den Erholungssuchenden zu erschließen und zu bewahren.

Das Vereinsgebiet ist die mit 752 ha größte zusammenhängende Waldfläche in Rheinhessen. Einzigartige Flugsand-Landschaften mit Steppenkiefernwald sind deutschlandweit von herausragender Bedeutung; nirgendwo in Mitteleuropa finden sich ähnlich große Bestände wie im Lennebergwald, der seit 1996 unter Naturschutz steht.

Jährlich wird er von einer Million Menschen besucht.

In der Gründungsphase begann der Verein, Wanderwege zu erschließen und zu markieren. Mit dieser Arbeit ist der Name von Adam Allendorf eng verbunden, der über fünf Jahrzehnte mit großer Leidenschaft für die Erschließung des Waldgebietes tätig war. Ihm ist auch der Bau des Lennebergturms zu verdanken, der seit 1880 einen kompletten Rundumblick über den Rheingau, zum Taunus, zum Odenwald und zum Hunsrück bietet.

Der Lennebergturm gehört heute zur Gemeinde Budenheim.

Genau genommen basiert unser Verein auf drei "Stämme":
Mit dem Lennebergverein von 1874 verbündete sich im Jahre 1920 die Mainzer Gesellschaft „Rheingold – Sport- und Touristenclub“ (gegründet 1902), die ähnliche Ziele verfolgte. Der 1920 gegründete „Touristen-Club Wanderlust Finthen“ schloss sich 1962 unserem Gebietsverein an.

Mittelpunkt der Vereinsarbeit war seit 1924 die „Rheingoldruhe“, ein Walderholungsheim im Heidesheimer Wald mit Übernachtungsmöglichkeiten und Bewirtschaftung, das sich über Jahrzehnte bei der Stadtrand-Erholung und bis 1978 auch als offizielle Jugendherberge großer Beliebtheit erfreute. Die Deutsche Wanderjugend nutzte das Haus auf Grund seiner zentralen Lage in dieser Zeit gerne als Stützpunkt für bundesweit ausgeschriebene Tagungen und Lehrgänge, aber auch für Sommer-Freizeiten.
Seit 1979 wurde das Haus als Waldgaststätte ausgebaut und den Bedürfnissen der Zeit angepasst.

Eine gewisse Belastung stellt heute freilich die nahe vorbeiführende Autobahn Mainz-Bingen dar, die den Lennebergwald durchschneidet.

1962, zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Mainz, leistete der Lennebergverein mit einem großen Sternwandertreffen der hessischen und pfälzischen Wandervereine einen wesentlichen Beitrag.
2000 Wanderer erlebten den großen Bändertanz bei einer Wanderkundgebung vor dem Stadttheater und das offene Tanzen der DWJ im Stadtpark und im Hof des Deutschhauses – sicherlich einer der Höhepunkte des Vereinsgeschehens in der Nachkriegszeit.

Bei der Hundertjahrfeier 1974 würdigte Dr. Georg Fahrbach, der langjährige Präsident des Deutschen Wanderverbandes, in einer Festrede im Bürgerhaus in Finthen die Arbeit des Lennebergvereins.

Wie in der Anfangszeit ist auch heute ein erfreulich weit verbreiteter Gemeinschaftsgeist die Grundlage für die uneigennützige, freiwillige Arbeit vieler Vereinsmitglieder im Dienste der Öffentlichkeit und als Pioniere des Wanderns.

Der Wander- und Lennebergverein „Rheingold“ Mainz e.V. ist ein Mitgliedsverein des Deutschen Wanderverbandes sowie der Deutschen Wanderjugend.

 
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